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Aktuell

Gute Atmosphäre in Weinheim

Katholische Sozialstation
Auf der traditionellen Sommertour durch seinen Wahlkreis besuchte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Karl A. Lamers in Weinheim in Begleitung des Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Roger Schäfer zum Auftakt die Katholische Sozialstation Weinheim. Ihr Vorsitzender Johann Schwalbenhöfer erklärte, Aufgabe der Sozialstation sei es, die pflegerische Grundversorgung aller Menschen in ihrem Einzugsbereich – unabhängig von ihrem Bekenntnis - zu gewährleisten. Er zehre dabei von dem in früheren Jahren aufgebauten finanziellen Polster, welches es immer noch erlaube, auch schwierige Phasen in der Abrechnung der Leistungen zu überbrücken. Immer wichtiger werde es, Fachleute für die Abrechnung und Buchführung zu finden. Selbst dann koste die Abwicklung eine Menge Zeit. Er beklagte, dass wegen der zunehmenden Verwaltungstätigkeit leider weniger Zeit für die Pflegebedürftigen bleibe.

 

(Empfang in der Katholischen Sozialstation Weinheim Von links: Dominique Hackenschmidt (KS), Johann Schwalbenhofer (KS), Sylvia Reuter (KS), Dr. Michael Häusler (CDU), Dr. Karl A. Lamers MdB, Claudia Pflästerer (KS), Roger Schäfer (CDU))

Ein Schwerpunkt der palliativen Versorgung sei es, Pflegebedürftigen in ihrer letzten Lebensphase unnötige Schmerzen ersparen. Ein Hindernis bestand in der nicht ausreichenden Bereitschaft, die nötigen Medikamente zu verschreiben, ein anderes in deren Finanzierung - gerade im Fall von finanziell Bedürftigen. Die Sozialstation sehe die Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben, erklärte Schwalbenhöfer. Da bestehe noch politischer Handlungsbedarf. Statt ein palliatives Netzwerk mit noch mehr Bürokratie aufzubauen empfehle er, die vorhandenen Strukturen der Versorgung zu verbessern.

Weitere Themen aus dem Tätigkeitsbereich der Sozialstation waren die häusliche Betreuung Dementer, mit der Angehörige zuweilen überfordert seien sowie die obligatorischen Beratungen Pflegebedüftiger, bei denen immer auch die Ergebnisse der Betreuung zu beurteilen seien. Mit Blick auf private Pflegeeinrichtungen meinte er, dass es da und dort einen Bedarf an Schulung des Pflegepersonals gäbe. Wichtig seien ausreichende Deutschkenntnisse der Pfleger, um mit den Pflegebedürftigen kommunizieren zu können. Insgesamt sei der Pflegebedarf in Weinheim durch die vorhandenen Einrichtungen abgedeckt, betonte Schwalbenhöfer, lediglich deren Finanzierung sei teilweise nicht abgesichert. Was er jedoch etwas vermisse, sei die gesellschaftliche Anerkennung der Tätigkeit der Sozialstation, wie sie sich etwa in mangelnder Rücksichtnahme gegenüber dem Personal im mobilen Einsatz zeige.

Dr. Lamers dankte dem Personal der Sozialstation für das beispielhafte gesellschaftliche Engagement und freute sich über die gute Atmosphäre des Hauses. Er empfand es schon beim Empfang als wohltuend, wie das Pflegepersonal trotz aller Belastungen ein Lächeln für die Gäste übrig habe. Wenn auch die Leistungen bürokratisch im Minutentakt abzurechnen seien, so freue er sich, wenn die Pfleger das Lächeln nicht verlernten. Manchmal sei ein Lächeln, wie er aus eigener Erfahrung wüsste, das Wichtigste für einen Pflegebedürftigen. Er sei offen für die Sorgen und Nöte des Sozialdienstes und werde sich in konkreten Fällen gerne dafür einsetzen, Missstände abzustellen .

Dürreplatzgestaltung ein Thema
Als nächstes stattete Dr. Lamers der Galerie Weinheim seinen Besuch ab. Georg Burgner aus der Führungsriege der DC Commercial und verantwortlich für die Gestaltung des Innenstadtkaufhauses erläuterte den Werdegang des Zentrums für das Wohlfühleinkaufen. Die Galerie sei bereits zu 90 % vermietet. Bei der Vergabe der restlichen Flächen werden Anbieter für hochwertige Waren bevorzugt. Um Kunden zum Einkaufen zu gewinnen, müsse jedoch auch die Umgebung stimmen. Auf dem Gelände der Galerie hat DC Commercial für einen Wohlfühlbereich gesorgt. Die Fußgängerzone der Hauptstraße angrenzend an das Kaufhaus könne sich ebenfalls sehen lassen. Sorgen bereite ihm hingegen der schleppende Ausbau des Dürreplatzes, was wiederum damit zusammenhänge, dass der Busbahnhof noch nicht wie vorgesehen an den Hauptbahnhof verlegt werden konnte. Er bat darum, sich in der Kommunalpolitik verstärkt um dieses Anliegen zu kümmern. Schäfer berichtete, dass bereits ein Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Dürreplatzes ausgeschrieben sei und man jetzt die Ergebnisse abwarten müsse.

Leben in der Fußgängerzone
In der Fußgängerzone von der Galerie zum Marktplatz erkundigte sich Dr. Lamers bei verschiedenen Geschäftsführern der angrenzenden Läden nach der aktuellen Umsatzsituation. Im Uhren- und Schmuckfachgeschäft C. J. Neureither wünschte sich der Juwelier wegen seiner anspruchsvollen Kunden dringend eine Sanierung der maroden Fußgängerzone. Er beteiligte sich kürzlich wie viele andere an der verkaufslangen Nacht, in der die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet blieben. Das bescheidene Mehr an Umsatz stand jedoch in keinem Verhältnis zur aufgewandten Zeit, wohl auch eine Folge der Konkurrenz der parallel stattfindenden Fußball-WM. Trotzdem ist er bereit, sich künftig an ähnlichen Events zu beteiligen, um die Hauptstraße zu einem Magneten des Einzelhandels zu entwickeln.

Auch im Blumengeschäft Christian Mayer traf Dr. Lamers den Geschäftsführer an. Dieser zeichnete ein sehr positives Bild der jetzigen Situation. Mayer sieht in der Galerie ganz klar eine Bereicherung für Weinheim. Mayers Angebot als Trend Florist passt ja auch sehr gut zu einer Wohlfühlatmosphäre. Mit den Schwankungen im Geschäft, bedingt durch das Wetter, die jetzige Kerwe oder die verschiedenen Umbaumaßnahmen der Innenstadt könne er gut leben, versicherte Mayer, der auch Vorsitzender des Vereins Lebendiges Weinheim ist. Dr. Lamers freute sich, dass er daneben auch noch die Zeit für sein Amt als Stadtrat finde.




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